Tuzo
Bei den Tuzo handelt es sich um einen kleinen, graziösen Kämpfer mit aufgerichteter Haltung und mittelhoher
Stellung. Die Schultern werden hoch getragen. Das Mantelgefieder weist eine knappe Befiederung mit gut
entwickelter Schwanzpartie auf.
Perlaugen dürfen bei Jungtieren noch gelb bis orangefarbig sein. Der dreireihiger Erbsenkamm gehört zu den weiteren Rassemerkmalen.
Zur geschlechtsbedingten Unterscheidung zwischen Hahn und Henne sei angemerkt, daß die Henne eine flachere Körperhaltung aufweist, ihre Gesichtsfarbe teilweise dunkler sein kann und ihr Erbsenkamm kleiner ausgebildet ist.
Weiß ist seit 1998 anerkannt. Gelblicher Anflug und wenige schwarze Farbeinlagerungen sind gestattet. Die Schnabelfarbe soll
hell bis hellhornfarbig sein. Die Lauffarbe ist bläulich Weiß bis Weidengrün bei heller oder gelblicher Sohlenfarbe. Ein zu gelblicher
Anflug oder vermehrte Farbeinlagerungen werden gestraft.
Blau wurde im Jahr 2005 anerkannt. Anzustreben ist hier ein möglichst gleichmäßiges mittleres Graublau, mit oder ohne Säumung.
Der Hahn wird dunkler erwünscht als die Henne. Als Schnabelfarbe wird dunkel Hornfarbig bis Schwarz verlangt. Die Lauffarbe ist
dunkel Schiefergrau bis Schwarz bei heller oder gelblicher Sohlenfarbe. Zuviel Weiß in Schwingen und Schwanz, rote Federn im
Sattel- und Halsbehang, rostiger Anflug und aufgehellte Lauffarbe bei Jungtieren ziehen Punktabzüge nach sich.
Gold-Weizenfarbig ist seit 2003 anerkannt. Hier ist das Farbbild der Zwerg Malaien oder Ko-Shamo im gleichen Farbenschlag
anzustreben. Das braune Flügeldreieck beim Hahn ist erforderlich! Zu helle oder zu braune Mantelfarbe bei der Henne sind
abzulehnen. Starke Schilfeinlagerungen bei beiden Geschlechtern müssen züchterisch verdrängt werden. Die Lauf- und Schnabelfarbe
wird hornfarbig verlangt.
Schwarz-Weißgescheckt wurde offiziell im Jahr 2007 vom BZA anerkannt. Hier wird Grünglanz auf sattem Schwarz gefordert.
Die Scheckung sollte möglichst gleichmäßig sein. Rein weiße Federn in den Schwingen sind erlaubt. Fehlerhaft sind mangelnder
Grünglanz, rote Federn im Hals- und Sattelgehang und eine zu überwiegende Weißscheckigkeit bei Jungtieren. Anzustreben ist eine
dunkel Oliv bis schwarze Lauffarbe bei heller bzw. gelber Sohlenfarbe. Helle Schuppen an den Läufen und eine aufgehellte Mantelfarbe
ist bei Alttieren gestattet.
Desweiteren gibt es bei den Tuzo die Farbenschläge Blauweißgescheckt, Wildfarbig, Blauwildfarbig, Blauweizenfarbig, Rotgesattelt,
Fasanenbraun und Gesperbert. Diese werden aber nur vereinzelt gezüchtet und leider nur gelegentlich gezeigt.
Tuzo sind in Europa und global verbreitet. Außerhalb von Deutschland sind sie auch teilweise mit anderen Lauffarben anerkannt.
Insbesondere in Süd- und Nordamerika sind sie sehr beliebt!
Sie werden dort auch manchmal mit ganz schwarzer Gesichtsfarbe gezüchtet (Maulbeerköpfe) oder mit Bart.
Tuzo zeichnen sich durch Ihre Zutraulichkeit aus. Durch die geringe Körpergröße stellt diese Rasse keine großen Platzansprüche.
Die Legeleistung beträgt ca. 80 oder mehr Eier pro Henne. Wegen der zuverlässigen Glucken steht der Naturbrut nichts im Wege.
Für weitere Informationen steht die Internetseite www.tuzo.de zur Verfügung.
Autor: Andreas Schneider / Werner Lamkemeyer
SV Tuzo








